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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Bon der Gabe der Sprachen

i 1.

Wenn die ganze Gemeine zusammen ist, und,,ihr alle mit Zungen sprächet; es kamen aber Un-wissende oder Ungläubige hinein; würden sie nichtsagen, daß ihr toll fcpd?" Daß dem so ftp, weißZeder, der öffentlich oder besonders dergleichen Be-geisterte gesehen hat. Die verzückten Augen, dieenthusiastischen Geberden, nach plötzlichem Still-schweigen die hervorgestoßenen, oft wiederholten ,einzelnen Worte, die meistens übertriebene Gleich-nisse , wunderbar zusammengesetzte Bilder, harteAusrufungen und Energieen (über welche der Spöt-ter lacht, und bei denen der Kalte nichts fühlet,)welche Empfindung erwecken sie in uns? welchandres Unheil machen sie möglich, als was der ver-ständige Paulus sagt:ihr seyd toll!" da ein sol-cher Zustand bei manchen wirklich an Wahnsinngrenzet.

12 .

Wie also? ihr Brüder. Wenn ihr zusammenkommt; der Eine von euch hat einen Psalm, derandre eine Lehre, der dritte eine geistige Zunge,der vierte eine Offenbarung, der fünfte eine Aus-legung; lasset sie alle reden, aber zur Besserung,zur Erbauung. Begeisterte Zungenredner aberlasset höchstens zwei oder drei in Einer Versamm-lung reden und nicht alle auf Einmal, sondernnach einander, und Einer lege ihre Göttersprücheaus. Ist aber kein Ausleger unter euch, und derGeheimnißredner kann cs selbst nicht thun: so

schweige er in der Gemeine. Er spreche sich selbstund Gott!" Wie vernünftig!