46 Bon der Gabe der Sprachen
also: „Höret meine Worte. Ist jemand unter
„euch ein Prophet des Herren, dem will ich mich„kund machen in einem Gesicht, oder will mit„ihm reden in einem Traum. Aber nicht also„mein Knecht Mose, dem mein ganzes Haus nn-„vertrauet ist. Mündlich rede ich mit ihm, und„ec stehet den Herren in seiner Gestalt, nicht durch„dunkle Wort oder Gleichniß." Auf diesen Unter-schied zwischen Moses und den Aeltesten scheint un-sere Geschichte der Gründung des Christenthums an-zuspielcn. In Christo war der Geist ohne Maas.Er kam aus dem Schoos Gottes, sah ihn von An-gesicht zu Angesicht, und verkündigte Helle, klareGnade und Wahrheit. Seine Diener empfingendie Gaben des Geistes, jeder nach seinen Bedürf-nissen und Anlagen , Thcilweise, Ort - und Zeit-mäßig zum allgemeinen Besten. Wie hoch oderniedrig unter diesen Gaben die Gabe der begeister-ten Sprache stehe ,, wollen wir jetzt von Paulusselbst hören.
Vierter Abschnitt.
i.
Schon Markus (Marc. 16 , 17.) führt unterden Zeichen, die den Gläubigen des Christcnthumsfolgen würden, auch die Gabe an, mit neuenZungen zu reden. Daß hier nicht eigentliche