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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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am ersten christlichen Pfingstfest. 4^

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Alle feinere morgenlandische Religionen liebteneinen Zustand der Andacht, des Gebets, derEntzückung, den die Ebraer das Meditircnim Gesetz, oder im höhern Grade dasim Geistseyn" nannten. Sie gaben diesem Zustande diehöchsten Lobsprüche:die Herrlichkeit Gottes ruheauf den Meditircnden, die. Schcchina schwebe überihnen, oft komme die Stimme Gottes selbst zuihnen hernieder." Sie fanden diesen Zustand soselig, daß sie von Gott selbst sagten: er meditireim Gesetz des zukünftigen Messias und seines seli-gen Reichs; er spreche davon mit seinen Heiligenund Engeln. Seinen Freunden theile er darüberGeheimnisse, Gesichte, Offenbarungen mit, wennder Geist auf ihnen ruhe, wenn die HerrlichkeitJehovahs über ihnen schwebe." Daß die Begei-sterten des Pfingstfestes in diesem Zustande waren,stehet man aus der Erzählung Lucas; noch deutli-cher aber aus der Rede Petrus, der ihren Zustandaus der alten Weissagung rechtfertigt und ausleget:Das isis! eure Aeltesten sollen (Entzückungen)Traume haben; eure Jünglinge sollen Gesichtesehen, sie sollen weissagen." Sie sprachen also,nachdem ihnen der Geist gab auszusprcchen, «noP-gwnvLuogxnoi,, in hohen Sprüchen,in parabolischen Lobpreisungen, in Orakeln: denneben dieses wollte, wie wir gesehen haben, der Aus-druck:mit der Zunge sprechen" ursprünglich sa-gen. Er deutete an,daß der Redner sein selbstnicht mächtig sey; ein fremder Geist treibe ihn undregiere seine Zunge, die gleichsam ohne sein Wissen