am ersten christlichen Pfingstfest. 4^
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Alle feinere morgenlandische Religionen liebteneinen Zustand der Andacht, des Gebets, derEntzückung, den die Ebraer das Meditircnim Gesetz, oder im höhern Grade das „im Geistseyn" nannten. Sie gaben diesem Zustande diehöchsten Lobsprüche: „die Herrlichkeit Gottes ruheauf den Meditircnden, die. Schcchina schwebe überihnen, oft komme die Stimme Gottes selbst zuihnen hernieder." Sie fanden diesen Zustand soselig, daß sie von Gott selbst sagten: er meditireim Gesetz des zukünftigen Messias und seines seli-gen Reichs; er spreche davon mit seinen Heiligenund Engeln. Seinen Freunden theile er darüberGeheimnisse, Gesichte, Offenbarungen mit, wennder Geist auf ihnen ruhe, wenn die HerrlichkeitJehovahs über ihnen schwebe." Daß die Begei-sterten des Pfingstfestes in diesem Zustande waren,stehet man aus der Erzählung Lucas; noch deutli-cher aber aus der Rede Petrus, der ihren Zustandaus der alten Weissagung rechtfertigt und ausleget:„Das isis! eure Aeltesten sollen (Entzückungen)„Traume haben; eure Jünglinge sollen Gesichte„sehen, sie sollen weissagen." Sie sprachen also,nachdem ihnen der Geist gab auszusprcchen, «noP-gwnvLuogxnoi,, in hohen Sprüchen,in parabolischen Lobpreisungen, in Orakeln: denneben dieses wollte, wie wir gesehen haben, der Aus-druck: „mit der Zunge sprechen" ursprünglich sa-gen. Er deutete an, „daß der Redner sein selbstnicht mächtig sey; ein fremder Geist treibe ihn undregiere seine Zunge, die gleichsam ohne sein Wissen