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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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42 Won der Gabt der Sprachen

Deutungen gerade nuk dahin, wo er ein Apoph-thegma in einer neuen, feinen Zunge (/Xwo^)anbringen will. So Petrus, so Paulus. DieSchriften des letzten sind dieses neuen, geistli-chen Sinnes voll; und überhaupt, was ist dasN. Testament, als eine neue geistige Glosse,*)(Zunge) des alten? Dies war den Aposteln ihrnsrvris xrobunäi und uZenäi; dies war der Be-weis des Geistes und der Kraft, d. i. desGeistes, der in alten Prophezcihungen geredet hatte,und jetzt wirkte; es ist der Genius der Schrif-ten und Thaten einer neuen geistigen Verfassung,des neuen Bundes.

18.

In der heiligen Sprache hießen also neueZungen, neue Auslcgungs weisen der al-ten Propheten; und meine Zunge heißtmein Sinn, meine Auslegungswcise.

i9-

Und wie sprachen diese Zungen jetzt? Lucassagt es deutlich : begeistert, g e h ei m n i ß v 0 ll,lobpreisend. Lasset uns auch diese Art des Vor-trages aus dem Gebrauch der Ebräer erklären.

*) Der Gebrauch des Worts auch bei Griechen

und Römern kann hier zur Erläuterung dienen.Llossne hießen voendnln minus nsitatL, slie-nn n lingna ooinrnuni, , xoetica, obso-

let». Späterhin ward Glosse eine Auslegungsolcher Worte. Siehe B 0 ßius, I. M. G e ß-