Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

am ersten christlichen Pfingstfest. 37

hat die Rede gehört, und einen Nachhall dersel-ben empfangen: denn das Gesetz ist gegeben

durch die Ordnungen und Reihen der Engel, dassind die sicbcnzig Aeltesten und Fürsten der Völker.Ist mein Wort nicht ein Feuer, das in man-cherkei Zungen und Flammen auflodert? Jstsnicht ein Hammer, derFclscnzerschlagk?und unter allen Völkern der Erde, im Herzen je-dcs Verständigen erglühen die Funken. Die Redeihrer Weisen hat dies Echo vom Munde Gottesausgenommen und zurückgetönet: denn der Herrgab sein Wort, und der Verkündi ger-onnen, der Sprachen, war ein großesHeer." Am Ende der Tage sollten diese Stim-men und Sprachen zur Vaterstimme der gesetzge-benden Majestät zurückkchren und jeder das ausge-sprochene Wort Gottes in seinem Herzen hören.

12.

Natürlich wars also, daß die Ebräer das Ge-setz Gottes sich äußerst bedeutungsvoll, reichan Auslegungen und Sinnesarten, d. i.an Zungen und Ange sichten dachten. Znsiebenzig Zungen war ihr Gesetz auf Sinai gege-ben; und Gott hatte cs dem Moses in diesen allen,d. i. in allen Bedeutungen und Sinnesar-ten offenbaret. In sicbcnzig Zungen, d. i. äußerstbedeutungsvoll und sinnreich hatte dieser sein Gesetzgeschrieben, und cs den siebenzig Aeltesten, aufwelche der Geist Moses kam, überliefert. So hat-ten diese cs empfangen, ünd die Pflicht aller Gc-setzliebhabcndcn war, diese Zungen, d. i. diese