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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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36 Von der Gabe der Sprachen

Die Zungen wurden gethcilt,*) (

^Xauro-a-.,) die Sprachen verwirrt, die Völker zer-streuet. Ihnen aber blieb, so glaubten sie, dieWurzel und Ursprache. Sie nannten hiebei, in ei-ner runden Zahl, siebenzig Völker, siebenzig Spra-chen und machten diesen Ausdruck sich in allen An-wendungen geläufig.**) Wenn sie z. B- sagenwollten, ihr Gesetz, als der Inbegriff und Gipfelaller Weisheit scy für alle Völker gegeben, oder csenthalte den Samen und die Wurzel der Weisheitaller Völker, so sagten sie nach ihrer Weis«***):aus dem Munde der göttlichen Majestät gieng insieben Stimmen die Rede aus und zertheilte sichin die siebenzig Sprachen der Völker. Jedes Volk

*) Josephus nennt dies ri/v

so wie er die Völker «-.-.k>7-.awa-<e und ihre meh-rere Sprachen nennt.

") Die Zahl der 70 Völker und Sprachen soll aus5 . Mos. 3 a, 8. ersonnen seyn. Meinetwegen;es war aber überhaupt die beliebte runde Zahlder Ebraer: 70 Aellesten, 70 Dollmetscher, 70Jünger, 70 Völker, 70 Engel der Völker, 70Zungen und Sprachen.

*") Was ich hier und in dem Folgenden zusammenfasse,kann man in Werken von Buxtorf) Danz,Schöttgen, Wagenseil, Eisenmenger,von den Eommentatoren des Talmud und andern,die über die Sprache, Rhetorik und Aus-legungsart der Ebraer geschrieben haben,finden. Die Stellen herzusetzen, wäre eine müh-same, vergebliche Arbeit.

--Mt:,-