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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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theilet sich sodann seinem Gedächtniß, seiner Ein-bildungskraft, seinem Erinnerungsvermögen, unddurch diese seinem Verstände mit, indem hier eigeneGedanken durch längsterfundene Mittel nach derGewohnheit des Volks, dem die Sprache eigen ist,leicht und schnell mitgetheilt werden sollen; manmuß also dieses Volks Worte lernen.

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Alle wunderbare Erhöhung der Seelenkrafte,'des Verstandes, der Einbildungskraft, selbst desGedächtnisses und der Erinnerungsgabe kann dieStelle dieses Lernens nicht vertreten: denn Ge-dachtnißsachcn, die mir völlig fremde sind, kannweder mein Gedächtniß, noch meine Erinnerungs-kraft herbeischaffen, noch weniger mein Verstanderfinden. Bei plötzlicher Mittheilung einer unge-lernten Sprache ists also ein fremder Geist, derdurch mich spricht, an dessen Gedanken und Redenich unschuldig bin, der meine Sprachwerkzeuge jetztzu seinen Gedanken, nach seiner Weise ge-brauchet. *)

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Daher man auch in den finstern Zeiten dasReden in fremden Sprachen billig als ein unfehl-bares Kennzeichen der Besitzung eines frem-

*) So glaubte man zu den Zeiten der neuen Plato-niker und Kirchenväter, daß die Dämonen durchMenschen sprechen. Ein Glaube, der sich langeerhalten.