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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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475
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Beilagen.

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Aber noch wäre alles leblos und blos ein an-schauender Unterricht, der für die Gegenwart viel-leicht hinreichle, aber keine starken (Eindrücke nach-ließe; und sehet: sein Bild bekommt Leben undBewegung. Die Situation verwickelt sich: ichkomme in Verlegenheit: die Tugend, die ich an-schaucnd erkenne, werde ich sie auch ausführen? dieSituation, in der ich mich sehe, werde ich sie ge-brauchen, oder mißbrauchen? die Religion, die ichverehre, werde ich sie auch ausüben? Er fragtmich, was soll ich antworten? Antworten mußich mir selbst. Dieser Augenblick soll ein Festvon Entschlüssen seyn: ich fühle mich verpflichtet:ich sehe mich genöthigt: ich sehe mich bewogen,

mich zu der Denkart zu gewöhnen - - Gewöhnen?Einschlüsse ? - Und cntschliessest du dich zum ersten-mal jetzt?- Die Situation ist verwickelter, dasBlut warmer: die Brust enger! So oft war allerEntschluß und Versuch vergeblich! Es wird auchnun seyn! Ich will mich loswinden! Ich kannnicht - - Schwierigkeiten! - noch Zeit! - Der Seel-sorger schließt den Kreis zu, und zieht den Knotenunvermukhet zusammen: es muß entschlossen seyn:ich sehe hier von selbst den Abgrund und dort diereizenden Bilder, allen Neichlhum der Beweg-gründe, von allen Seiten: ich entschliefst mich!desto starker, vor mir selbst, vor Gott!Er zwang mich nicht und I ch bin entschlossen:nun schmecke ich den zweiten Grad von Wollust derSeele, nicht, eine gute Handlung zu denken: son-dern sie als die seine zu denken: sie zuwollen!