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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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459
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Beilagen.

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> feierlich, andächtig! Aber ein Mensch, aus andererZeit, und Sinnesart und Erziehungsmethode, derin diesen frommen, weisen und andächtigen Perio-den, Uebcrzeugung, Gedanken, Sachen, Helle mensch-liche Begriffe und Empfindungen suchte was?oder wie wenig würde er finden? Lauter Sabbaths-ruhe!

Der Grund, sagte Agathoklcs, hievon ist leichtzu finden, aber nicht so leicht zu heben: er liegt anErbauern und Erbaueten. Die Dienerunsres Sabbaths sind meistens nur Sabbaths»diener! Sie kennen weder das menschliche Herz,noch die feinen Züge einzelner Charaktere und Le-bensstande und Nothsituationen und Bedürfnisse.Ohne Erfahrung und Kenntniß der Welt, ohnegeprüfte Kenntnisse verschiedner Stande und Lebens-arten (denn von einigen sind sie ganz ausgeschlossen)ohne Gebrauch und Studium der Bücher, die ih-nen etwa noch diese Kenntniß auf eine tobte, armeWeise ersetzen konnten (denn die sind ihnen oftFluch und Greuel! und das würde ja auch Fleißund Lecture erfordern) ohne alle das haben sieauf den Prediger studirt! das sind sie ge-worden ! und freilich das bleiben sie auch Zeitlebens.Das hat alles einen Zuschnitt, einen erbaulichenGedanken - und Wortguß. Wahrheit und Pflicht,Charakter und Situation ! Alles ist in die andächtigeForm gegossen, und siebet sich also gar nicht mehrgleich! Ihr Geist hat einmal Kanzelstellung bekom-men, wie ihr Körper: ihre Stimme, Vortrag,

Periode, Alles so andächtig, als das Pult, an demsie stehen. Sabbath! Wer würde die meisten,

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