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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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448 An Prediger.

Und ihr Ucbrigen, Brüder und Lehrer der Re-ligion unmittelbar aus und zur Em-pfindung: statt des weltumfassenden ticfdenken-den Paulus, sehet da den Jünger der BrustJesu, Johannes. Nah an dem Herzen hatteder seine Theologie geschöpft; keine Spekulation?alles wie es aus der Empfindung quillet, und inderen sanftem Strome sich immer umherrollcnd wie-derholet. Daher nur Bilder! wenige und immerunablaßig dieselbe man sieht, find seine Lieb-lingsgegenstande, die er in Strahlen der schönstenHeiterkeit hüllet, und immer mit Blut des Herzensmahlet. Zu ihm, du zarter Thcil des Ehrisien-thums, dem fast für jeder Gedankenhöhe schaudert!Lerne von ihm den Weg, auf dem seligen EinenPfade von Empfindungen zu wallen, ohne dich inAbgründe und Moraste zu verlieren. Und alle ihrMittelscelen! treuherzige Meiner, statt Denker undEmpsinder! thatige Leute statt Sprecher und Schrei-ber, da euer Petrus! da euer Jakobus!

Sehen wir nur die Schriften dieser wenigenGottesmanner an! allesammt Apostel! hatten alleEinen Lehrer, Einen Zweck, Ein Evangeliumund sie wenige, wie erstaunend verschieden! SolcheToleranz hatte der Geist Gottes mit der Denkart,den Gaben und der Anwendung derselben bei denen,die ewige Norm der Kirche werden sollten diewir denn nun wohl wahrlich nicht haben, und mitallen Umzäunungen und Preßwcrken kaum jemals,oder immer ins Aergste verhüten. Ebnet zuerst denGrund des Glaubens (Bibel!) daß er allen sichtlich

und