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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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443
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Zwölf Provinzialblatter. 443

Reden, Antworten, Gleichnisse, Lehren, WinkeJesu schwebt! oft eine Mildheit des Tempe-raments, des Geistes und der Laune! eineLeichtigkeit im Abbiegen und Gegenstellenund Begegnen aus dem Munde und derBrust nehmen! hie und da so feine Ironie was wird das alles, wenns in die erbaulicheund leider! blos erbauliche, steife, hölzerne Formgespannet wird. Der meiste Theil der Zuhörer,die von Kind auf über Jefum predigen gehört,kennen ihn weniger, verstehen ihn weniger, alsden Alexander! oder den Karl den Zwölften, in densie Viertelstunden hincingeguckt und meine Brü-der, an wem licgts!

Warum können wir nicht, wenn wir Geschich-ten oder Parabeln Einmal für alle, nach ihremEinigen nothdringendcn Sinn erklärt und in allihr Leben, Licht, Helle und Regsamkeit guter ge-sunder Glieder hineingefetzt immer auf dieSeele, die Miene, das Angesicht Jesu dabeisehen , diesen S in n, diese Seele erklären! imLeben mitfühlen welch weite Aussicht und Gangdabei auf die Religion Jesu!

Eine Lebensbeschreibung Jesu mit Würde,Einfalt und in allem Leben der Geschichte"sehen wir denn nicht, daß in einem Gemahlde nieZüge ins Unaufhörliche zu dehnen, und zuweiten und auszubreiten, sondern für ausschweifendeAugen zu engen, in Einen Gesichtspunktzu bringen sind, wenn sie Gcmählde werden und