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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

den Zweiflern dagegen erklärte sich der Lehrer derMenschen, der gewiß auch das Gebot der Väterund Aeltcstcn ehrte, blos in einem mehr sinnrei-chen und aufgeräumten , als gründlichen Gleichnisse,wie es den Doktoren der Sorbonne damals geschie-nen haben mag. Auch seines Johannes Freund warer: aber nicht deßwegen der Nachhaller seiner Sekte:denn frei heraus sagte ersneuer Lappe auf altemTuch macht nur ärgern Riß! und neuer, brau-sender Most in alten Schläuchen, verschütteteGottesgabe und abscheulich zerrissene Schläuche!"Nach solchen Maximen lehrte und handelte Christus.

Mit Z § l l n e r n und Sündern Jesusund freucte sich des Beinamens Zöllner- und Sün-dcrgeselle, daß er sich gar ihren Arzt und s 0 l-ch er Kranken Arzt allein nannte: hieß einFresser und Wcinsäufer, und ärgerte sich des Titelsso wenig, daß er nur in seiner sokratischen Laune,wie man's nennen möchte, von einer GenerationKind lein redete, die am Markt säßen und rie-fen ihren Gesellen, Strophe und Antistroxhe, ge-genüber:

Wir haben euch gepfiffenUnd ihr wolltet nicht tanzen!

Wir haben euch geklagetUnd ihr wolltet nicht weinen!

Wußte aber auch im Gegenthcil die Städte zuschelten und bis in die tiefste Hölle zu ver-fluchen, die ungebessert die Worte gehört, dieThaten gesehen hatten! liebte seine Nation, und