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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

denkt man sich nicht, daß er sprach, war und that?Wer hat nicht darüber, was er nicht gelhan undgesprochen, sich weise verwundert? Und in allemwelch Ein Ton! welche bcibehaltcne Ein e Aehn-lichkeit des Zwecks, der Offenbarung undSendung Gottes jetzt auf Erden! Arm, ein-fältig , verachtet! dem größten Theile nach ein Le-ben ohne Leben! blos Inhalt und Borbild dessen,daß ec diene, und Gehorsam lerne und für dengrößten Theil der Menfchenfülle ein Vorbild seyzur schwersten, dcmülhigsten, göttlichen PflichtGehorsam! So der größte Theil seines Lebensunter dem Schatten blos menschlicher Hütte, Noth,Arbeit und Tugend, und da er, wie's endlich schien,aufzuwachcn anfleng: da die Stimme vom Himmelrief und Strahl der Gottheit ihn einweihetewozu? als zu neuen, demüthigen, verborgnen Ver-suchungen! Nicht selbst einmal reichlich Samen zustreuen, oder zu ernten: kaum die künftigen Sa-menstreucr zu suchen, zuzubcreiten, zu sichten mitden gelindesten Proben, und dann zu sterben! Kannein unvollendeterer Entwurf eines Le-bens scheinen, als es das Leben Jesu war? Undsiehe! auch als Entwurf das größte Leben!In dem kleinen, kaum rcdewcrthen Ausschuß vonzwölf noch immer sehr ungelautcrten Samenkörnernlag die ganze künftige große Aussaat und Erntealler Zeitalter und Nationen! Ihre Zubereitung dasganze Sinnbild stiller Pflanzung des Reichs Gottesals Sauerteig, Samenkorn, und tief fallenderFunke! Seine Verfassung am Kreuz konnte mitnichts als Vollendung endigen, und mit nichts alsKräften Gottes in einer neuen Welt aufleben. So