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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Zwölf Provinzialblätter. 3Z3

lehre der ganzen Bibel im rechtenVerhältnisse angewandt alles Gute, nurkein christliches Predigtamt wäre.

Und recht überlegt, wir in unserer Kirche hät-ten wir, als Prediger, so dringende Ursache, unsder Glaubenslehre zu entziehen und zu schämen?So sehr Luther im Geschrei ist, Starrkopf ge-wesen zu seyn, so war ers fürwahr mehr über andreSachen, als Dogmatik im eigentlichen Verstände;vielmehr konnte bewiesen werden, daß er im Sinndes bloßen Akroamatikers und Wortbaumcisters vonkeinem solchen Wortbau etwas gewußt: auch in

seinen letzten Bekenntnissen nahm der Mann allesso ganz und herzlich, ohne Spekulation und bloßeAnsadlung: wie ec überhaupt in seiner ganzen Re-formation zu Werke gieng. Wer liest da je denSylbenstreitcr oder Abstraktionsventilator? den gan-zen Wort Gottes fühlenden Mann, der immerüber Wort Gottes und Zustand der Kirchespricht, alles als große, herzliche Thatsachenfühlt und dafür streitet: den sieht man. So wie

es fast unentbehrlich war, daß ihm zur Seite derfeinere, unterscheidende, furchtsam-hellere Melanch-thon stand: wie gut thäten wir überhaupt, in

diese Zeiten zurückzugehen und von beiden zu lernen!Luther,

— t.IiL brave inan struAZIing in ills storins okkaie —

wie er nie dem Melanchthon aufsäjig wurde,sondern ihn brauchte, einschrankte und lenkte: Me-