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An Prediger.
dem ein christlicher Prediger selbst jede Pflicht ziehet.Er ist kein Uhrtreibcr moralischer Pflichten und bür-gerlicher Tugend: sondern Prediger göttli-
chen Worts, das er in so weitem Verstände,als crs und seine Gemeine fassen kann, zu erhalten,zu erklären, den ganzen Geist davon, der mehr alsMoral ist, anzuwenden hat, auch wo nicht gleichunter seinen Augen die moralische Folge hcrvor-sprängc — mich dünkt, das ist so deutlich, und sobewiesen!
Drittens. Also wäre gar Glaubens-lehre sein Hauptwerk und Moral nur —?Sonderbar! was ist in einem lebenden KörperHaupt- und Ne den werk, wenn eins ohne dasandre nicht seyn und bestehen kann. Aber kein Theilder christlichen Moral ist Hauptwerk, daßGlaubenslehre (im reinen Sinn der Offenba-rung) ein zufälliges Beiwerk wäre: keinTheil der christlichen Moral Hauptwerk, daß Un-terricht der Bibel, Erklärung der Bi-bel, Offenbarung nicht Religion unddurchaus nicht Religion, sondern etwanur nützlicher Privatunterricht des Predi-gers heißen könne! — Hier geht mein Predigt-amt so geradezu andern und entgegengesetzten We-ges! Nach meiner Meinung war Longin, da erdie Worte Moses, oder Mahomed, wenn erdie Worte Jesus anführte, und als wahrund schön citirte, noch kein Prediger einer jüdi-schen und christlichen Offenbarung: sowenig als Paulus ein Heide ward, da er Hei-den citirte:
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