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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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An Prediger.

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theil, noch geschloßne gcruchvolle Knospe, hervorzu-brechen: Neigungen gehn, wie Sprossen aus demSamenkorn der zarlen Pflanze allmählich ausein-ander : die kleine Menschheit entwickelt sich an

Kräften, wie im Verhalte der Glieder, — undsiche! so das große Vehikulum der Bil-dung, Geschichte der Religion. Nun son-dern sich in ihm Züge und Gruppen: Reden, Be-griffe, allgemeine Wahrheiten steigen von selbst indie Höhe, und da cs auf ein bloses Exempclbuchsüßlicher Tugendvorbildcr nicht angesehen war, son-dern auf ganze Entwickelung der Menschen-kräfte durch Offenbarung Gottes — wieleicht und kräftevoll wächst der schöne Körper mitGliedern und Jahren! Nun wird allmählichsimple Dogmatik, Moral u. f. aber nieDogmatik den moralischen Lehrsätzen etwa auf denSchweif gehängct, oder jene aus der ganzen Ge-schichte nur erpresset — aus einem lebendenSamenkorne der Thatsachc, der Ges ch i ch te,das ganze schöne Gewächs Gottes! sein Boden istOffenbarung! sein inniger Saft und Kraftist — Glaube!

In diesem Wachsthume geht ein Prediger mitseiner Gemeine fort. Jede Pflicht und Lehre nochimmer aus dem heiligen Boden erwachsen! im Ver-halte der großen Offenbarung, die höher ist, alsMenfchenvernunft, oder als das aufgezählte Kunst-werk augenblicklicher Beweggründe und Pflichten.Ec stärkt den ganzen Menschen; sowohl die sinn-lich e n , nur g l a u b e n d c n, auf Autoritätberuhenden, dunklen, aber so lebhaften

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