junger Geistlichen auf d. Akademie. 289
7) Rhetorik und Declamation, zu denen es aufder Akademie fast gar keine Gelegenheit giebt.
8) kxsmiirsi.oris über alle vorhergehende, ohnewelche dem Jüngling alles eingcpackt bleibet, unddie auf der Universität nach jetziger Einrichtung ganzfehlen.
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Gutes, das durch diese Einrichtungbewirkt würde.
Dies sagt sich selbst: denn
1) bekamen die Jünglinge dadurch ein sicheresFundament der Wissenschaft, der Geschicklichkeit derDenk- Und Schreibart zum Gebrauch ihres ganzenLebens. Was man hievon in Schulen nicht lernt,lernt man selten auf Universitäten.
2) Auf diese kamen sie nicht nur bereiteter undvcster, sondern auch sicherer vor Gefahren. Sieschritten gleich zu ihrem Berufstudium, und vergaßenbei ihm die Lust, philosophisch zu tumultuiren.
3 ) Für Arme, deren die größere Zahl ist, wäre
diese Einrichtung eine große Wohlthat; sie erspartenauf der Universität ein ganzes Jahr Zeit und Unter-halt , auch Aufwand für die 6olIsZis . . . DerTheolog könnte seine Hauptwisscnschaft sodann sehrgut in zwei Jahren vollenden.
4) Wer sich einer Hülfswissenschaft, z. B. derPhilologie, Mathematik, Philosophie u. f. ex pro-kssoo widmen wollte, könnte sich ihr sodann ganzund sogleich widmen; er hätte sie auf der Schuleschon im Innern kennen gelernt, und könnte ei-gentlich in ihr sä nltiora schreiten.
Herders Werke i. Rel. u. Lheol. X. T