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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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257
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an Theophron. 267

den Theologie wehe, wo er ihr wehe thun kann,und nimmt gemeiniglich die Parthie aller Ketzerund Schwärmer. Mystische Theologie und Re-ligion ist ihm einerlei, die doch auch beide nochsehr verschieden sind, denn jene, die er oft inSümpfen und Pfühlen auffucht, hat unlaugbarauch viel Elend, Krankheit, Betrügerei, Verwir-rung und andre üble Folgen mit sich gehabt. EinLeser und Schriftsteller der Kirchcngefchichte mußkeine Vorliebe für ein System, eine Wissenschaft,irgend eine Theologie, ein Land, ein Volk, eineSekte haben. Wo Wahrheit und Güte, Ausl a-rung des menschlichen Geistes und Verbesserungdes Herzens ist, sie möge durch Orthodoxie oderHelerodoxie, (wie's diese oder jene Parthei nennenmöchte,) befördert worden seyn; überall wo dieserSchatz ist, muß auch sein Herz seyn. Darummißrathe ich Ihnen nicht, wenn Sie einmal imAmt sind, Arnold zu lesen. Sie werden viel, sehrviel aus ihm lernen; nur müssen Sie mit prüfen-der Aufmerksamkeit und festem Charakter zu ihmgehen, und die, so ihn über einzelne Kirchen undSekten verbessert haben, z. E. Grosch, Pfän-ner, Cyprian über die lutherische Geschichte mitihm lesen. Leider ist sein Buch in dem, was erGutes hat, (z. E. Darstellung wirklich frommerPersonen, praktischer Verdienste, Auszügen aus gu-ten, bei ihm meistens schlecht übersetzten Schriftenu. f.) noch unübertroffen; und für einen Geistlichensind diese doch bei der Kirchengeschichte sehr nutzbar,angenehm und bildend. Ein Mann ist ihm in derlutherschen Kirche gefolgt, dessen KirchengeschichteHerders Werke z. Rel. u. Lheol. X. 3k