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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Entwurf der Anwendung

schäften getrieben; es brauchen aber dieselbe in derHomiletik nicht wiederholt zu werden, damit sienicht eine larix raturs aus allen Brocken der Weltwerde. Der Lehrling wolle in ihr keine neuen Re-geln der Beredsamkeit lernen, als die ec in der Bi-bel und den Alten fand, keine neuen Kunststückevon Erweiterungen und Dispositionen, als die ihmdie gesunde Philosophie und Rhetorik anwieg, keineneue Art die Herzen zu bewegen, als die er ausder Psychologie, Moral und Geschichte lernte. Allediese Stücke werden jetzt nur verbunden , zum Kir-chenzweck bestimmt und auf seine Amtspflicht gelei-tet. Unzählige Regeln und Dispositionen machenkeinen Prediger; sondern Darstellung der Natur derSache und ihres Zwecks, Entdeckung der Quellenguter christlicher Gedanken und ihres Ausdrucks;endlich am meisten Beispiele, Vorbilder, Muster.

3) Mit der Katechetik ists ein gleiches.Sie als eine eigne Wissenschaft zu behandeln, machtviel unnütze Mühe: denn durch tausend Regelnallein lernt ein Mensch nie kalechisiren. Sie istdas Resultat vielerlei theologischer und andrerKenntnisse , und beruhet auf Beispielen , aufUebung. Wie der Jüngling im ersten Jahre diesokratischcn Schriftsteller ihre Ideen leicht und an-genehm entwickeln sah, und ihn in eben diesemJahre eine gesunde Logik, Metaphysik und Moralseine Ideen entwickeln lehrte: wie ihn im zweitenJahredie Bibel selbst Ideen der Religion in so mancher-lei Gestalt, Geschichte, Gleichnissen, Bildern,Reden, Fragen und Antworten voctrug, und ihmdie leichteste sinnliche Vorstellung der Glaubcnsleh-