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so greife man lieber zu einem poetischen als prosai-schen Buche der Bibel, weil man in jenem mehrSprache, Genius des ebräischcn Volks, und eineangenehmere, höhere Gedankenwcise lernet. Erlanbtsdie Gelegenheit, so ziehe man die Psalmen undJesaiaS, Hiob und die Salomonischen Schriftenandern vor: so daß man jene beiden im ersten,diese im zweiten halben Jahre höre. Muß manwechseln; so wechsle man zwischen David undetwa den schönsten Stücken der -MosaischenBücher im r. 2. 3 . 4. Sten Buche, zwischenJcsaias und den kleinen Propheten; oder auchzwischen Hiob und einer der Salomonischen Schrif-ten. Kurz, die Schrift sey uns die liebste, dieuns die gedankenreichste, begcistrungSvollste, allmäh-lich auch die schwerste ist: denn da man über dieganze Bibel nicht hören kann, so muß man überdas Ausgezeichnetste, Schönste und Schwerste der-selben hören; die andern Bücher aber allmählich fürsich treiben.
Anmerkung r. Hat man das Glück, einegute Einleitung ins A. L. zu hören, die nicht nurkritisch, sondern auch historisch und charaklerisirend,kurz ein Schlüssel der gesummten Schriften sei):so versäume man sie nicht. Wo nicht, so braucheman Eichhorns Einleitung ins A. L., Lowthvon der Poesie der Ebräcr, und Dathens Glas-sius als Handbücher dieses Studiums, zu denenman sich auch schon in diesem Jahr allmählich zugewöhnen anfängt. Mit weitläuftigcrn kritischenSammlungen und Anweisungen gebe man sich jetztnoch nicht ab: auch Richard Simon und Earp,
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