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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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169
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dreier akademischen Jahre re. 169

Autor etwa nur das, was der Lehrer nur anpreiset,oder übe sich zu Hause mit schöner und gründlicherÜbersetzung desselben, damit man auch hiedurchFrucht von der Akademie bringe und sich selbst vor-zeigen könne. Ist der Lehrer umgänglich, so sucheman seinen Umgang und lege ihm diese eignenUcbungen zum scharfen Urtheil vor; ist diese un-schätzbare Wohlthat nicht zu erlangen, lhue mansich mit andern Fleißigen zusammen und muntresich bei dieser gemeinschaftlichen schönen Bemühungauf. Viele Augen sehen mehr als Eines : die Oh-ren vieler, zumal Mitschüler und Nebenbuhler,sind großeAufmuntercr und zuweilen scharfe Leichter.

Anmerkung 3. Mit neuern Sprachen über-häufe man sich im ersten Jahre nicht; cs sey denn,daß man in ihnen schon vorgerückt sey oder bcsondreUmstände treiben. Es ist nie gut, auf einmal vielSprachen zu lernen, insonderheit so verschicdne, alsdie alten und neuen sind; dadurch verfehlt manden Genius ihrer aller. Das Griechische und La-tein aber Hilst einander, das Ebräische schadet auchnicht, weil es sich nur auf die Bibel einschränkt.Ist aber auch dies auf Einmal zu viel zu lernen,so thcile man wenigstens nach der Jahrs Hälfte,und sey dafür ein jeder desto fleißiger, eben weilman nicht viel Zeit hat. Hat man Gelegenheit, inNebcnstunden eine gute Geschichte dieser Sprachenzu hören oder zu lernen: so versäume man dieGelegenheit nicht.

II. Geographie und Geschichte. Eswird vorausgesetzt, daß man in diesen nothwcndigenund unermeßlichen Wissenschaften einen sciagraphi-