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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
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An

^Die haben, m. Fr., meine Briefe einigen IhrerFreunde zu lesen gegeben und melden mir manchesonderbare Urtheile, die Sie dabei gehört haben.Verwundern Sie sich darüber nicht: denn, wenn eSnoch so geht, wie Sie mir melden, hat man vonGlück zu sagen. Wer bringt nicht über Sachen sove rschi e dner Art seine eignen Ideen mit? Sohat Er die Theologie gelernt, so sollen Sie andrelernen, wie verändert Zeiten, Hülfsmittel, Zweckeseyn mögen. Er ist still gestanden; darum soll nie-mand weiter gehen. Die Farbe, die in seiner Ju-gend Mode war, und ihm damals so wohl stand,soll's in Ewigkeit bleiben. Sie wissen, m. Fr.,man bildet sich nur in gewissen Jahren: dann bleibtdie Denkart, wie sie ist, und auch das ist Wohl-that des menschlichen Lebens. Man soll nicht immerKnabe und Kind seyn und sich wiegen lassen vonallerlei Winde der Lehre: einmal soll man doch auchuntersucht, ausgelernt haben und wenigstensdurch stille, feste That lehren. Dies ist die Moralder Männer; die der Jünglinge ist aber zu lernen»aus ihrer und für ihre Zeit zu lernen, fortzugchm