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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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151
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das Studium der Theologie betr. rör

schast der Zeit, die dem herrschenden Geist derselbenähnlicher ist, als die andern alle, wird auch ausalle andere ohne Unterschied und Rücksicht angewen-det- Dies bringt eine ungeheure Menge neuer Ideenhervor, die nach dem Maas, als die Anwendungungereimt war, auch disparat, falsch und so ent-fernt von einander seyn müssen, daß die Anschau-ungskraft sie nicht zu vergleichen vermag. So kommtein gewisses Falsche auf, aber der Mensch, ein na.türlicher Freund der Wahrheit, hasset zuletzt dasFalsche. Das giebt ihm denn Eckel am Ganzenund führt ihn durch Frivolität zur Indolenz, dieihn verhindert, die Wahrheit von neuem hervorzu-graben, die durch eine ungeheure Menge unnützerIdeen so gräulich verstellt ward

Hätten die Menschen mit Fleiß Anstalt gemacht,eine Gesellschaft einzurichen, worin cS die möglichst,wenigste Religion und Tugend gäbe: augenscheinlichhätten sies nicht besser machen können, als sicSjetzt gemacht haben. Und noch bekümmert sich dieGesetzgebung nicht um die Natur dieser Religionund Tugend; bringen sie nur nicht physische Wir-kungen hervor, die die einförmige Bewegung ihresgroßen Mechanismus hindern könnten. Religionentspringt nur aus Beziehung jedes Individuumsaufs höchste Wesen, und diese Beziehung offenbaretsich nur durch den moralischen Sinn. Der morali.sche Sinn schwächet sich aber von Tag zu Tage,nach dem Maas, als die Wirksamkeit der Men-schen eingeschränkt, bestimmt und durch die Ersetzeverwaltet wird.