das Studium de r Theologie betr. 149
gebe, sind einige Gedanken Hemsterhuis inseiner ideenreichen Schrift: sur 1'laorüirre st -urses rapports; Sie merken leicht, wo ich nacheiner Reihe meiner Briefe damit hinaus will.
Einige Gedanken Hemsterhuis über den Gangder Wissenschaften, Religion und Gesetz-gebung.
Die Wissenschaft des menschlichen Geistes scheintsich um die Vollkommenheit, wie die Kometen umdie Sonne, in sebr ccccntrischen Krummen zu be-bewcgen. Sie hat, wie diese, ihre Perihelien undAphclien; wir kennen aber durch die Geschichte fastnur anderthalb Revolutionen, zwei Perihelien unddas Aphclium zwischen ihnen.
Ich merke an, daß in jedem Pcrihelium einallgemeiner Geist regierte, der seinen Ton und Farbeaus alle Wissenschaften und Künste oder auf alleZweige menschlicher Kenntnisse verbreitete. In un-serm Perihelium ists der Geist der Geometrie oderSymmetrie: diejenigen Wissenschaften werden inihm vollkommen, die und nach dem Maas sie sichauf Geometrie und Arithmetik beziehen lassen. ImPerihclium der Griechen könnte es Geist der Moraloder der Empfindung heißen: die Ideen von Liebe,Dankbarkeit, Undankbarkeit, Haß, Rache, Eifer-sucht waren ihnen fast eben so klare, vollkommene