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Briefe,
Die Welt braucht nimmer mehr Betrug,
Als daß der Pfaff werd gschweigc mit Fug'.
Das eigen Fleisch läßt nit sein' Tück,
Daß es ein fromm, treu Herz berück.
So bringt der Baalspfaffen SchaarDer Kirchen erst die größte Gfahr:Denn nie kein Blutvergiessen hat,Wie Heuchelei, der Kirch' geschabt.
Da man sich selbst, nicht Christumsucht
Und mangelt stets an guter Frucht,Da man mehr witz t und klügeln will,Lls Christi Einfalt steckt das Ziel,Oder sonst geht im großen Haufen,—(Den Leithammeln all' nach hin lau-sen!)
In Summa, wer nicht fleißig wacht,
Der ist in manche Gfahr gebracht.
Je mehr Gefahr, je minder Sold,
Ein Gottes - Diener soll kein Gold.
Wer hie sein' Besoldung will einnehmen,
Den wird der Herr einmal nicht kennen.
Hie solls seyn gearbeitet, ghüt und gwacht,
Dort wirds seyn belohnt und hochgeacht:
Hie solls seyn mühsam und unwerth,
Dort wirds seyn ruhsam und geehrt.
Kein Frommet legt hie Gülten an,
Wie der aus V, X machen kann.
Fromm Geld läßt sich nit z' Fuß ereilen,
Wie bös' Geld von den'» auf den Gäulen.
Fromm Geld vergnügt, wie es Gott fügt;
Bös' Geld verstirbt, wie viel man trügt.
Wollt Ihr nun weiden Christi Heerd,
So seht, daß Ihr beruffen werbt,