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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

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ohne Auge/ Im Einzelnen hat man etwas vonjener, nüchterne Erzählungen nämlich von Sekten,Schulen, Büchern, Autoren, Successionen der Wis-senschaften; auch einige arme Abhandlungen vonErfindern; aber die wahre Geschichte der Wissen-schaft, was vom ersten Gedächtniß an für Künsteund Wissenschaften geblüht und wo sie geblühet?ihr Alterthum, ihre Fortschritte und Wanderungen,(denn Wissenschaften wandern wie Völker) wie siegesunken, vergessen, wieder aufgerichtet sind: injeder Wissenschaft die Gelegenheit der Erfindungen,ihre Lehrart, die Art des Anbaues, Sekten, Strei-tigkeiten, Lästerungen, Lobsprüche, Ehren: dievornehmsten Autoren, Bücher, Schulen, Akademien,Gesellschaften: vor allem aber, was die Seele derbürgerlichen Geschichte ist, daß Ursachen und Folgenverknüpft, die Natur der Gegenden und Völker,ihre Schicklich- oder Unschicklichkeit zu dieser oderjener Wissenschaft, die günstigen oder ungünstigenZufälle der Zeit, Eifer und Mischungen der Reli-gionen, die Bosheit oder Gunst der Gesetze, treff-liche Verdienste einzelner Menschen in Betracht ge-zogen würden eine solche Geschichte ist noch zuwünschen. Sie muß nicht kritisch, mit unnützemLobe oder Tadel der Zeiten geschrieben werden, son-dern historisch mit sparsam untermischtem Unheil.Die Materialien nehme man nicht von Kritiken,sondern aus den vornehmsten Büchern jeder Zeit,koste ihren Inhalt, ihren Styl, ihre Methode, undrufe den Genius der Zeit, wie durch eine Beschwö-rung von den Tobten hervor. Der Zweck einersolchen Geschichte sey nicht leeres Gepräge der Wis,

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