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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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105
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das Studium der Theologie bctr. ivZ

meine Anmerkungen nicht für eitle Gelehrsamkeitan; sie können Ihnen einmal, wenn Sie auf Le-bensbeschreibungen gestellt sind, nützlich werden.Wie einer ist, so thut er: wie er denkt, soschreibt er; am meisten, wenn er von sich selbstschreibet. In solche Spiegel menschlicher Gemüthcrund Lebensweisen zu sehen, ist nützlicher, als beischlechten Journalen und Romanen seine Zeit zuverlieren. Dies Lesen bringt Neuheit ins Leben;cs ist, als gewinne man täglich einen neuen Freundoder Warner-

Da die wenigsten merkwürdigen Männer, (dasAuge der Geschichte!) von sich selbst geschriebenhaben; so muß man den Nachrichten andrer vonihnen trauen, und nur die besten aus solchen wäh-len. Bon dem Leben der Apostel wissen wir wenig;vom-Leben der Kirchenväter mehr, wo Cave, Ar-nold, Clcrikus, Stolle, noch besser aber ei-nige Franzosen zu brauchen sind, die das Leben ein-zelner Kirchenvater geschrieben haben. Bon diesen,wenn Sie die wichtigsten kennen gelernt, werdenSie wohl über die dunkeln Jahrhunderte, ob esgleich auch in ihnen ausserst interessante Männergiebt, zuerst fortspringen und sich ums Jahrhundertder Reformation und um die neuern Zeiten beküm-mern. Hier wird der berümhten Männer und ihrerLeben viel; man muß also auswählen und unwich-tigere flüchtig lesen. Luthers Leben steht Ihnenbillig vor andern vor, und da wir so viel Beschrei-bungen von ihm haben, mag ich Ihnen nichts alsdie vielfältigste, Keils merkwürdige Lcbcns-umstände Luthers, Vorschlägen. Thun Sie