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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

„man ein altes Kunstwerk studirt u. f." So ve-rheilen wir jetzt alle ziemlich einstimmig über denepischen Dichter der Hölle, des Fegfeucrs und desParadieses, und wie über ihn das Unheil der Zeitzur völligen Rechtskraft gekommen ist: so sollen,so dürfen wir auch bei neuern Dichtern , Mil ton,Klop stock u. a. seinem Wink folgen. „Nutzenehmlich, spricht cS zu uns, im Einzelnen dasviele, zerstreure Gute, Große und Schöne,das deine Dichter dir darrcichen; um das Andre,was du mit deinem Lehrbegriff, mit deiner Schrift-auslegung nicht zu verbinden weißt, bekümmere dichnicht, lhue als ob's nicht da wäre. Das Ganzeaber studire als Kunstwerk, als Dichtung. VonMilton z. E. darfst du nicht eben lernen, wieGott philosophirt, wie Engel zu Felde ziehn undder Teufel Brücken schlagt; du hast genug an sei-nem menschlichen Gesichtskreise, an seiner pa-radiesischen Seligkeit und Liebe, seiner traurig-fröhlichen Aussicht in die sichtbare, uns geoffenbarteFerne, endlich an seiner herrlichen Sprache undBcrsart, wie an dem durchdringenden männlich -edeln Geiste des alten Barden. So ist Bodmecvoll Moral: er hat die vielfachsten Kenntnisse,Sinnsprüche, Fabeln und Dichtungen aus fremdenLanden und Köpfen in seine Gedichte verwebet: sodaß man sie hierin oft als mosaische Arbeit betrach-ten könnte. Klopstock endlich — lesen Sie sineVorrede von der heiligen Poesie und sehen,woraus Er's selbst anlragt. Moralische Schön-heit, s ti l l e E r h a b e n he i t, die dic ganzeSeele beweget, einfältige Würde Undernste Lieblichkeit, die den mächtigsten