dar Studium der Theologie bet r. 47
Zugend der Seele, die unsre Jünglinge oft, wennsie von Akademien kommen, schon verkehren haben:sie fanden sich oft und frühe bei ihrem Meister undLehrer in Geschäften ein, der außer eignen Verrich-tungen, die ihm der Staat auslrug, kein größeresVerdienst kannte, als mit ihnen zu berathschlagen, ihnenRath zu geben und durch sie zu wirken. Die Le-bensart der angesehensten Römer, ihrer Helden undSenatoren, war dazu eingerichtet, und wie vieleBeispiele haben wir, daß Kriegs- und Staatsmän-ner , die die Welt ewig mit Hochachtung nennenwird, vom Feld- oder Triumphzuge, von einerAmtsverwaltung, in der sie Königen geboten undWelttheilen Befehl gaben, still in die Schulen derWeisen kehrten, ja beiderlei Sachen zu Einer Zeitbeschickten. Seine besten rhetorischen und philoso-phischen Schriften schrieb Cicero unter den verwor-rensten, gefährlichsten Staatsläuslen, als Mann,nicht als Jüngling: er schrieb sie an lauter Män-ner von Geschäften, die ihn darum befragten, diedarauf antworteten, die sich daraus belehrten —Himmel, in wie andrer Zeit leben wir jetzt! Schonauf Schulen wird der Jüngling ein Autor, auf derAkademie ist er Recensent, und wenn er nachdrittehalb Jahren zurückkommt , ist er auf Lebens-zeit überfüllt mit Weisheit. Jenes bekannte Ge-dicht, wie man fein Leben eintheilen soll,
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