das Studium der Theologie betr. 2S
Sie zwingt, sich um Materie zu bemühn, dieSchrift, den Lauf der Welt, die Geschichte deSReichs Gottes kennen zu lernen, gute Muster in-sonderheit des Alterthums , die gern immer das Be-stimmte, Besondre, Facta, Situatio-nen, lebendige und dargestellte Ansicht liebten— diese zu lesen, sich mit ihrem Geiste zu nährenund aus ihrer Wirkung wenigstens den edeln Zweckzu lernen, ja nicht unnütze Worthelden scyn zuwollen auf der Erde. Hüten Sic sich, m. Fr.,frühe vor diesem Abgrunde ohne Erlösung.
Einige Gedanken Luthers.
Laß deinen Dünkel fahren und halte von derSchrift, als von der reichsten Fundgrube,die nimmermehr gnug ausgegründct werden mag.Es ist der größten Plagen Eine, daß die Schriftso verachtet ist, auch bei denen, die dazu gestiftetsind; und cs sind doch nicht Lesewort, wie siemeinen, sondern eitel Le bewert drinnen, dienicht zum Spckulircn und hoch zu dichten, sondernzum Leben und Thun dargesetzt sind. Mir ist also,daß mir ein jeglicher Spruch die Welt zu engemacht. Ein Spruch der Schrift gilt mehr, dennaller Welt Bücher.
Der Harnisch ist gut: wer ihn weißzu brauchen. Wer mit dem Text wohlge-faßt ist, der ist ein rechter Pastor und das ist auch