Vorrede.
XI
schcnliebe bald dazu wecken! — Er selbst hat seineMeinung in der Hauptsache nie geändert, unddie gleiche Ueberzeugung, obwohl schonender undvorsichtiger, auch in seinen später» Briefen überdas Studium der Theologie geäußert.
An dieser historischen Relation von den Schick-salen dieser Schrift scy cs genug. Der Herausgebergedachte zwar hier überhaupt über Herders Begriffevom geistlichen Amt, verglichen mit denen andererTheologen seiner Zeit, einige Bemerkungen beizu-fügen ; aber um nicht (wenn er sich etwa auf Her-ders Seite neigte!) den Vorwurf scheinbar zu ver-dienen, den ihm kürzlich ein Recensent der theolo-gischen Werke H's. zu machen beliebt hat: „er
„mache einen ängstlichen Vertheidiger seines„Schriftstellers, als ob durch eine nicht durchgängige„Billigung seiner Meinung dem Ruhm des Verstor-benen etwas entzogen würde; er derogire den„Verdiensten anderer, die neben Herder im„biblischen Fach den Beifall ihrer Zeitge-nossen erhalten haben, u. s. f." — (Ein Vor-wurf, gegen den er sich in der Vorrede zum i. Theil,S. X. genugsam verwahrt zu haben glaubte!) —um, sage ich, diesen Tadel nicht zu verdienen,so kann eres hier wohl unterlassen; auch fürdießmal nicht weiter untersuchen, wessen Ver-dienste man mehr derogire? weit entfernt, jemandsein Verdienst schmälern zu wollen, wenn es wirklichsein eigenes ist. Die Zeit wird das alles berichtigen,Lockeren geben und nehmen.
VI. Ueber Andacht: ein Fragment, das
wahrscheinlich zur Aeltcsten Urkunde bestimmt war,aber besser hieher gehört: obwohl in demselben mehr