Briefe und thätige Freundschaftsbezeugungen gegen«fettige Achtung und reines Wohlwollen, und cs warbeiden lernst damit.
Warum endlich in dem Buche selbst alles wie-der buchstäblich abdrucken, was sich nur auf da-malige Umstande, und-, nun meist vergessene,literarische Erscheinungen bezog : oder wo sich der fürsein Amt hochbegeisterte Jüngling mit zu feurigemUngestüm ausdrückle? was der Verfasser selbst beider vorgehabten neuen Ausgabe seiner Werke weg-gelassen haben würde? was er im Allgemeinen,in bloßer Rücksicht auf die Sache, gegen verderb-liche Meinungen und Begriffe vom geistlichen Standesagt (Usar Iiiin!) sofern sich diese seitdem nicht nurnicht verbessert, sondern— besonders durch das, waSman mit der Theologie selbst vorgenommen hat —verschlimmert haben: das bleibe stehen, so ungernes mancher hören mag!*
Schade! daß der Verfasser, wie er vorhatte,auch von diesem Buch eine umgearbeitcte Ausgabenicht selbst herausgebcn konnte. Denn wahrlich einestrenge und gewissenhafte Prüfung des Ursprungs,der Bestimmung, Kraft und wahren Würde desPredigtamtcs, von welchem für die Bildung derMenschheit und für das Wohl des gemeinen We-sens so viel abhangt, thut in unfern Zeiten dop-pelt noth, wo alle gesellschaftlichen Einrichtun-gen so viel Veränderungen erlitten haben und nocherleiden dürften, und übcrdas durch das herunter-gebrachte Ansehen des göttlichen Wortes Kern undFundament des christlichen Lehramtesso sehr gefährdet wird. Möge des großen MannesStimme Männer von Geist und Kraft und Men-