Ideen znr Philosophie
3. Die Universitäten waren gelehrte Städ-te und Zünfte; sie wurden mit allen Rechten dersel-ben, als Gemeinwesen, cingcführt und theilen die Ver-dienste mit ihnen. Nicht als Schulen, sondern alspolnische Körper schwächten sie den rohen Stolz desAdelS, unterstützen die Sache der Regenten gegen dieAmaßungen de-S Papstes, und öffneten statt des aus-schließendcn Elerus einem eignen gelehrten Stande zuStaatsvcrdiensten und Nittcrchren den Weg. Nie sindvielleicht Gelchrte mehr geachtet worden, als in denZeiten, da die Dämmerung der Wissenschaften anbrach;man sähe den unentbehrlichen Werth eines Gutes, dasman so lange verachtet hatte, und indem Eine Partheydas Licht scheucte, nahm die Andre an der ausgehendenMorgcnrölhe desto mehr Antheil. Universitäten warenFestungen und Bollwerke der Wissenschaft gegen diestreitende Barbarei) des KirchendesporiSmuS; einenhalbunerkannten Schatz bcwahreten sie wenigstens fürbessere Zeiten. Nach Theoderich, Karl dem Großenund Alfred wollen wir also vorzüglich die Asche KaiserFriedrichs des Zweiten ehren, der bcy zehn andernVerdiensten, auch Universitäten in jenen Gang brach-te , in welchem sie sich zeither, lange nach dem Mu-ster der Parisischen Schule, fortgcbildet haben. Auchin diesen Anstalten ist Deutschland gleichsam der Mit-telpunkt von Europa geworden; in ihm gewannen dieRüstkammern und Vorrathshäuscc der Wissenschaftennicht nur die festeste Gestalt, sondern auch den größe-sten inncrn Reichthum.
4 . Endlich nennen wir nur einige Entdeckungen,die in Ausübung gebracht, die mächtigsten Anstaltenfür die Zukunft wurden. Die Magnetnadel, eineLeiterin der Schifffahrt, kam wahrscheinlich durch di«