Ideen zur Philosophie
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Rubruquis, der Franzose, und Johann de PlanoEarpino, ein Italiener, in ganz verschiedenen Ab-sichten reisete»; der erste des Handels, der zwcyteeiner königlichen Neugierde, der dritte vom Papst ge-schickt, der Bekehrung dieser Völker wegen. Noth-wendig also hangen auch diese Reisen mit den Kreuz-zeigen nicht zusammen: denn vor - und nachher istman gcreiset. Der Orient selbst ist uns durch dieseZüge weniger bekannt worden, als man hätte wün-schen mögen ; die Nachrichten der Morgenländer überihn auch in dem Zeitpunkt, da Syrien von Christenwimmelte, bleiben uns noch unentbehrlich.
3. Endlich lernte auf diesem heiligen Tummel-platz Europa sich unter einander selbst kennen, ob-gleich nicht auf die ersprießlichste Weise. Könige undFürsten brachten von dieser näheren Bekanntschaftmeistens einen unaustilgbaren Haß gegen einandernach Hause; insonderheit empfingen die Kriege zwi-schen England und Frankreich dadurch neue Nah-rung. Der böse Versuch, daß ein- Ehristenrepublikgegen Ungläubige vereint streiten könne und möge,berechtigte zu solchen Kriegen auch in Europa, undhat sic nachher in andre Welttheile verbreitet. Un-läugbar ists indessen, daß, indem die europäischenNachbarn, ihre gegenseitige Stärke und Schwächenäher sahen, damit im Dunkeln eine allgemeinereStaatskunde und ein neues System der Verhältnissein Kriegs- und Friedenszciten gegründet ward. NachRcichthum, Handel, Bequemlichkeit und Ueppigkeitwar jedermann lüstern, weil ein rohes Gemüth diesein der Fremde leicht liebgewinnet, und an andernbeneidet. Die wenigsten, die aus Orient zurückka-mcn, konnten sich fortan in die europäische Waise