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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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der Geschichte der Menschheit. 263

gnügen, als Spiele der Kurzweil oder Zeitvertreibmit Weibern kennet: so wurden in Spanien zurZeit der Araber ritterliche Feste in Gegenwart derDamen, z. B. das Schießen mit dem Wurfrohrnach dem Ringe innerhalb der Schranken, und andreWettkampfe mit vielem Glanz und Aufwands ge-feyert. Die Schönen munterten den Kampfer auf,und belohnten ihn mit Kleinod, Scherpe oder einemKleidungsstück von ihrer Hand gewirkct: denn ihnenzur Ehre wurden diese Lustbarkeiten geseycrt und dasBild der Dame des Siegers hing vor allen Augen,mit den Bildern der von ihm besiegten Ritter um-hänget, da. Farben, Devisen und Kleider bezeich-neten die Banden der Kämpfenden, Lieder besangendiese Feste, und der Dank der Liebe war der schön-ste Gewinn des Siegers. Offenbar sind also vonArabern die seiner» Gebrauche des Ritterthums nachEuropa gebracht worden; was bey den schwergcrüste-ten Nordhclden Handwerkssitte ward oder bloße Dich-tung blieb, war bey jenen Natur, leichtes Spiel,fröhliche Uebung *).

In Spanien also, wo Jahrhunderte lang Go-then und Araber neben einander wohnten, kam die-ser leichtere Rittcrgcist zuerst unter die Christen.Hier kommen nicht nur die ältesten christlichen .Or-den zum Vorschein, die gegen Mauren, oder zumGeleit der Pilger nach Compostell, oder endlich zurFreude und Lust aufgerichtet wurden; sondern es

*) S. Rclske zum Thograi, Poeok zum Abulsaradsch,Sale, Jones, Okley, Cardonne und ff.