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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2g5

war. Die Lust machte eigen; wer nicht durch Ver-trage entbunden oder durch seine Geburt ein Despotwar, trat in den angeblich-natürlichen Zustand derZugehörigkeit, oder der Knechtschaft.

Von Rom aus war dagegen keine Hülfe zu er-warten ; seine Diener selbst hatten sich mit andernin die Herrschaft Europa's getheilet und Nom selbstgründete sich auf eine Menge geistlicher Sklaven.Was Kaiser und Könige fccy machten, mußte, wiein den Ritterbüchern, den Riesen und Lindwürmcn,durch Freyheitbriefe entrissen werden ; dieser Weg waralso auch lang und beschwerlich. Die Kenntnisse,die das abendländische Christenthum hatte, warenausgespendct und in Nutz verwandelt. Seine Popu-larität war eine elende Wortliturgie, die böse patri-stische Rhetorik war in Klöstern, Kirchen und Ge-meinen ein zauberischer Seelendespotisinus geworden,den der gemeine Haufe mit Geißel und Strick, jabüßend mit dem Heu im Munde auf Knicen ver-ehrte. Wissenschaften und Künste waren dahm: dennunter den Gebeinen der Märtyrer, dem Geläut derGlocken und Orgeln, dem Dampf des Weihrauchsund der Fcgefeuergcbete wohnen keine Musen. DieHierarchie hatte mit ihren Blitzen das freye Denkenerstickt, mit ihrem Joch jede edlere Betriebsamkeitgelahmet. Den Duldenden wurde Belohnung ineiner andern Welt gepredigt; die Unterdrücker waren,gegen Vcrmachknisse, ihrer Lossprechung in der To-desstunde sicher: das Reich Gottes auf Erden warverpachtet.

Außerhalb der römischen Kirche war in Europakein Heil. Denn an die verdrängten Völker, die anden Ecken der Welt in kläglichem Zustande saßen,