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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

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diese Religion lehret, nicht zu läugnen, daß sie dieheidnischen Völker, die sich zu ihr bekannten, überden groben Götzendienst der Naturwescn, der himm-lischen Gestirne und irdischer Menschen erhoben, und-sie zu eifrigen Anbetern Eines Gottes, des Schöpfers,Regierers und Richters der Welt, mit täglicher An-dacht, mit Werken der Barmherzigkeit, Reinheit desKörpers und Ergebung in seinen Willen gemachthat. Durch das Verbot des Weines hat sie derVöllcrey und dem Zank zuvorkommen, durch dasVerbot unreiner Speisen Gesundheit und Mäßigkeitbefördern wollen; desgleichen hat sie den Wucher,das gewinnsüchtige Spiel, auch mancherley Aberglau-ben untersagt, und mehrere Völker aus einem ro-hen oder verdorbenen Zustande auf einen MittlernGrad der Kultur gehoben; daher auch der Moslem(Muselmann) den Pöbel der Christen in seinen gro-ben Ausschweifungen, insonderheit in seiner unreinenLebensweise tief verachtet. Die Religion Moham-meds prägt den Menschen eine Ruhe der Seele, eineEinheit des Charakters auf, die freylich eben so ge-fährlich als nützlich seyn kann, an sich aber schätzbarund hochachtenswürdig bleibet; dagegen die Vielwei-berei), die sie erlaubet, das Verbot aller Untersuchun-gen über den Koran, und der Despotismus, den sieim Geist- und Weltlichen feststellt, schwerlich an-ders als böse Folgen nach sich ziehen mögen *).

Wie aber auch diese Religion sey, so ward siedurch eine Sprache fortgepflanzt, die die reinste

) In Michaelis Orientalischer Bibliothek LH. 8.S. 38. u. f. sind hierüber gute Bemerkungen.