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Ideen zur Philosophie
Seele gegraben; die Eindrücke, die er vom Zustan-de der Christenheit empfanden hatte, fügcten sich da-zu; der Berg Sinai, gekrönt mit hundert Sagenaus der alten Geschichte stand vor ihm; der Glaubean eine göttliche Begeisterung und Sendung war al-len diesen Religionen gemein, der Denkart seinesVolks einheimisch, seinem eignen Charakter schmei-chelhaft; wahrscheinlich wirkte dies Alles, wahrendder fünfzehn Jahre, in welchen er ein anschaulichesLeben führte, so tief auf seine Seele, daß er Sich,den Koreschitcn, Sich den ausgezeichneten Mannerwählt glaubte, die Religion seiner Vater in Leh-ren und Pflichten wiederherzustcllcn, und sich als ei-nen Knecht Gottes zu offenbaren. Nicht etwa nurder Traum seiner himmlischen Reise; sein Leben undder Koran selbst zeige», wie glühend seine Phantasiegewesen, und daß es zum Wahn seines Propheten-bcruss keines künstlich abgercdcten Betruges bedurfthabe. Nicht als ein aufbrausender Jüngling tratMohammed auf, sondern im vierzigsten Jahr seinesAlters; zuerst als Prophet seines Hauses, der sichnur wenigen offenbarte, in dreyen Jahren kaum sechsAnhänger gewann, und als er bey jenem berühm-ten Gastmak! Ali's vierzig Männern seines Stam-mes seinen Beruf kund that, fortan frevlich auchalles übernahm, was Widerspruch der Ungläubigengegen einen Proph.ttn mit sich führet. Mit Rechtzählen leine Anhänger ihre Jahre von seiner Fluchtnach Patreb (Medina) (622); in Mekka wäreentweder sein Entwurf, oder er selbst vernichtet wor-den.
Wenn also der Haß gegen Gräuel des Götzen-dienstes, die er in seinem Stamme sah, und auch