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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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Zur Philos. der Geschichte der Menschheit. r8Z

ren Erkenntniß er sich selbst entzog. Bannflücheund Interdikte waren in seiner gefürchteten Hand,mit welcher er Reiche ausrichtete und verschenkte,Könige geißelte und losiprach, Landern den Gottes-dienst nahm, Unterthanen und Vasallen von ihrenPflichten entband, seiner gcsammtcn GeistlichkeitWeiber und Kinder nahm, und überhaupt ein Sy-stem gründete, das eine Reihe von Jahrhundertenzwar hat erschüttern, aber noch nicht hat vernichtenmögen. Eine Erscheinung dieser Art fordert Auf-merksamkeit ; und da wohl keinem Regenten derWelt die Emporbringung seiner Macht so schwer ge-worden ist, als dem römischen Bischöfe die seinige:so verdienet sie wenigstens, daß man von ihr, wievon jeder andern Slaatsvcrfaffung, ohne Groll undBitterkeit rede *).

*) Obgleich seit Sarpi, Pusfendorfu. a. ein-zelne Stücke der päpstlichen Geschichte vortrefflichbehandelt sind: so, dünkt mich, fehle es doch nochan einer durchaus unpartheylichen, pragma-tischen Geschichte d e s P a p stth u m s.Der Verfasser der R e form a ti o n s g e sc h i c h-t e könnte seinem Werk, nach Vollendung dessel-ben, hiedurch eine seltene Vollkommenheit geben.