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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

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ten noch jene alten Vorurtheile und Jrrthümer übrigsind, die sie treu aufbewahret haben. Der Geist derMenschen modelte sich nach einem Handwcrksleistcnund kroch gleichsam in eine privilegirtc Gcmeinlade,7 . Aus allem erhellet, daß die Idee der Deut-schen Völkerverfassung', so natürlich und edel sie ansich war, auf große, zumal eroberte, lange Zeit kusttivirte oder gar römischchristliche Reiche angewandt,nichts anders als ein hner Vcr suc h seyn konn-te, dem viele Mißbrauche bevorstanden; sic mußtevon mehrcrn Völkern voll gesunden Verstandes inder nörd - und südlichen Welt lange geübt, mannig-faltig geprüft und ausgebildet werden, ehe sie zu ei-niger Bestandheit kommen konnte. In kleinen Mu-nicipalitäten, beym Gcrichtshandel, und allenthal-ben, wo lebendige Gegenwart gilt, zeigt sie sich un-streitig als die beste. Die altdeutschen Grundsätze,daß Jedermann von seines Gleichen gerichtet werde,daß der Vorsitzer des Gerichts von den Besitzern dasRecht nur schöpfe, daß jedes Verbrechen nur als einBruch der Gemeine seine Enugthuung erwarte, undnicht aus Buchstaben, sondern aus lebendiger An-sicht der Sache bcurrheilt werden müsse: diese sammteiner Reihe andrer Gerichts - Zunft - und andrerGebräuche, sind Zeugen vom Hellen und billigenGeist der Deutschen. Auch in Rücksicht des Staatswaren die Grundsätze vom Gestimmt - Eigenthum ,der Gesammtwehr und gemeinen Frevheit der Na-tion groß und edel; da sie aber auch Männer erfor-derten, die alle Glieder zusammenzuhalten, zwischenallen ein Verhältniß zu treffen, und das Ganze mitEinem Blick zu beleben wüßten, und diese Männernicht nach dem Erftgeburtsrecht gebohren werden: so