der Geschichte der Menschheit. 171
de, und stunden auch in den obersten Ständen derhäuslichen Regierung vor. Selbst am Hofe des Kai-sers hatte die Gemahlin ibr großes Hauswesen, zuwelchem oft ein ansehnlicher Thul suncr Einkünftegehörte; und nicht zum Schaden des Landes hat sichin manchem Fürstenhause diese Einrichtung lange erhal-ten. Selbst die römische Reinsten, die den Werthdes Weibes sehr herabgesetzt hat, vermochte hierbeyweniger in diesen, als in den wärmeren Landern. DieFrauenklöster in Deutschland wurden nie die Gräberder Keuschheit in solchem Grade, als jenieit des Rheinsoder der Pyrenäen und Alpen; vielm.br waren auchsie Werkstätten des Deutschen Kunstfleißes in mehre-ren Arten. Nie hat sich die Galanterie der Rittersit-ten in Deutschland zu der feinen Lüsternheit ausqe-bildet, wie in wärmern, wollüsiigcrn Gegenden: dennschon das Klima gebot eine größere Eingeschlosscnheitin Häuser und Mauern, da andre Nationen ihrenGeschäften und -Vergnügungen unter fteycm Himmelnachgehen konnten.
Endlich kann sich Deutschland, sobald cs eineignes Reich ward, großer, wenigstens arbeitsamerund wohlwollender Kaiser rühmen, unter welchenHeinrich, Otto, und die beyden Friederichswie Säulen dastthn. Was hätten diese Männer ineinem bestimmteren, festeren Kreise thun mögen!
Lasset uns jetzt, nach dem, was einzeln ange-führt worden, cjncn allgemeinen Blich auf die Ein-richtung der Deutschen Völker thun, in allen ihrenerworbenen Ländern und Reichen. Welches warenihre Grundsätze s und was sind dieser Gmndsähc Folgen -
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