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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. r65

stenthum, mit welchem Odins Heldenreligion ganzaufhören sollte. Schon Karl der Große war be-müht, die Dänen wie die Sachsen zu taufen; bises stimm Sohn Ludwig gelang, an einem kleinenKönige aus Jütland zu Mainz die Probe zu ma-chen. Die Landsleute desselben aber nahmen es übelauf, und übeten sich noch lange mit Raub undBrand an den christlichen Küsten: denn das Bey-spiel der Sachsen, die das Christenthum zn Fränki-schen Sklaven gemacht hatte, war ihnen zu nahevor Äugen. Tiefgewurzelt war der Haß dieser Völ-ker gegen das Christcnthum und Kettil, der Unchristging lieber drey Jahre vor seinem Tode lebendig inseinen Grabhügel, um nur nicht zur Taufe gezwun-gen zu werden. Was sollten auch diesen Völkernauf ihren nordischen Inseln oder Bergen jene Glau-bensartikel und kanonische Lehrsätze eines hierarchi-schen Systems, das alle Sagen ihrer Vorfahrenumwarf, dis Sitten ihres Stammes untergrub, undsie bey ihres Landes Armuth zu zollenden Sklaveneines geistlichen Hofes im fernen Italien machte?Ihrer Sprache und Denkart war Odins Religionso cinverleibet, daß , so lange noch eine Spur desAndenkens'von ihm blieb, kein Christenthum auf-kommcn konnte; daher die Mönchsreligion gegenSagen, Lieder, Gebrauch«, Tempel nnd Dcnkmah-le des Heidenthums unversöhnlich war, weil an die-sem allen der Geist des Volkes hing, und dagegenihre Gebräuche und Legenden verschmähte. DasVerbot der Arbeit am Sonntage, Büßungen undFasten, die verbotenen Grade der Ehe, die Mönchs-grlübde, der ganze ihnen verächtliche Priesterordenwollte den Nordländern nicht in den Sinn, daß also