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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. i5g

den Preis des tapfersten, schönsten und cdclstcnMannes, waren Eigenschaften, die den nordischenSeeräuber in Süden sehr beliebt machen mußten.Auf dem festen Lande greifen die Gesetze um sich:jede rohe Selbstthatigkeit muß unter ihnen entwederselbst zum Gesetz werden, oder als eine tobte straftersterben; auf dem wilden Element des Meeres, wo-hin die Oberherrschaft eines Landkönig s nicht reichet,da erfrischet sich der Geist. Er schweift nach Kriegoder nach Beute umher, die jcn.r Jüngling seinerdaheimgelassenen Braut, dieser Mann seinem Weib'und Kindern, als Zeichen feines Werths nach Hausebringen wollte; ein dritter sucht im fernen Landeselbst eine bleibende Beute. Nichtswürdigkeit wardas Hauptlaster, das in Norden, hier mit Verach-tung, dort mit Qualen der Hölle, gesiratt wird;dagegen Tapferkeit und Ehre, Freundschaft bis aufden Tod, und ein Rittersinn gegen die Weiber dieTugenden waren, die bepm Zusammentreffen meh-rerer Zeit-Umstande zu der sogenannten Galanteriedes Mittelalters viel beytrugen. Da Normänncrsich in einer französischen Provinz niederließen, undRolf, ihr Anführer, sich mit der Tochter des Kö-niges vermahlte; da viele seiner Waffenbrüder die-sem Beyspiele folgten, und sich mit dem edelstenBlut des Landes mischten; da ward der Hof derNormandie gar bald der glänzendste Hof des Wcst-landes. Als Christen konnten sie, mitten unterchristlichen Nationen, die Seeraubercy nicht fernertreiben; aber ihre nachstehenden Brüder durften sieaufnehmen und kultivicen, also daß diese Küste inihrer schönen Lage ein Mittelpunkt und Veredlungs-vrt der Seefahrenden Normanner ward. Da nun,