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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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drückte, un d d e m fränki sc he n R ci ch gleich-sam die Krone aufsctzte. Bon Klodwig anwar er demselben Freund gewesen; zu Pipin hatteer seine Zuflucht genommen, und empfing von ihmzum Geschenk die ganze Beute der damals erobertemLongobardischen Lander. Zu Karl nahm er abermalsseine Zuflucht; und da dieser ihn sieghaft in Romeinsetzte, so gab Er ihm dafür in jener berühmtenChristnacht ein neues Geschenk, die römische Kaiser-krone. Karl schien erschrocken und beschämt; derfreudige Zuruf des Volkes indeß machte ihm dieneue Ehre gefällig, und da solche nach dem Begriffaller europäischen Völker die höchste Würde der Weltwar; wer empfing sie würdiger als dieser Franke?Er, der größeste Monarch des Abendlandes, in Frank-reich , Italien, Deutschland und Spanien König,des Christenthums Beschützer und Verbreiter, desrömischen Stuhls achter Schirmvogt, von allen Kö-nigen Europa's, selbst vom Kalifen zu Bagdad ge-ehret. Bald also verglich er sich mit dem Kaiserzu Konstantinopel, hieß römischer Kaiser, ob er gleichin Aachen wohnte, oder in seinem großen Reich um-herzog ; Er hatte die Krone verdient, und o wäresie mit ihm, wenigstens für Deutschland, begraben!

Denn sobald Er dahin war, was sollte sie jetztauf dem Haupte des guten und schwachen Ludwigs?oder als dieser sein Reich unzeitiq und gezwungentheilte, wie drückend war sie auf Jedes seiner Nach-folger Haupte! Das Reich zerfallt: die gereiztenNachbarn, Normannen, Slaven, Hunnen regen sichund verwüsten das Land; das Faustrccht reißet ein;die Reichsversammlungen gehen in Abgang. Brüderführen mit Brüdern, Vater mit Söhnen die unwür-