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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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146
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Ideen zur Philosophie

von Klodwig an Staatsmaxime ward, das eroberteReich durch Unterdrückung der Nachbarn sicher zustellen: so ging Er mit Riesenschritten auf dieserBahn fort. Persönliche Veranlassungen wurden derGrund zu Kriegen, deren Einer aus dem andern er-folgte , und die den größten Tbeil seiner fast halb-hundcrtjahrigcn Regierung einnehmen. Diesen frän-kischen Kriegsgeist fühlten Langobarden, Araber,Bayern, Ungarn, Slavcn, insonderheit aber dieSachsen, gegen welche er sich in einem dreo unddrey-ßigjahrigen Kriege zuletzt sehr gewaltsame Mittel er-laubte. Er kam dadurch sofern zum Zweck, daß erin seinem Reich die erste feste Monarchie für ganzEuropa gründete: denn, was auch späterhin Nor-mannen , Slaven und Ungarn seinen Nachfolgernfür Mühe gemacht, wie sehr auch durch Theilungenund innere Zerrüttung das große Reich geschwächt,zersiückt und beunruhigt werden mochte: so war dochallen fernem tatarischen Völkerwanderungen bis zurElbe und näch Pannonien hin eine Grenze gesetzt.Sein errichtetes Frankreich, an welchem ehemalsschon Hunnen und Araber gescheitert waren, warddazu ein unbezwinglicher Eckstein.

Auch in seiner Religion und Liebe zu den Wis-senschaften war Karl ein Franke. Von Klodwig anwar aus politischen Ursachen die Religiosität des Ka-thvlicismus den Königen erblich gewesen; und seit-dem die Stammvater Karls das Heft in Handerrhatten, traten sie hierin um so mehr an die Stelleder Könige, da blos die Kirche ihnen auf den Thronhalf und der römische Bischof selbst sie förmlich da-zu weihcte. Als ein zwölftahriges Kind hatte Karlden heil. Vater in seines Vaters Hause gesehen und