der Geschichte der Menschheit,
glück ermattet, willig das Joch auf sich, und derletzte Rest der Römer war wie ein Schatte zu ver-scheuchen. Da Klodwig nun mit tyrannischer Handseinem neuen Besitz ringsum Platz schaffte, und keinLeben eines gefährlichen Nachbars ihm heilig war;so hatte er bald Gesicht und Rücken frey und seinFrankreich ward wie eine Insel von Bergen, Strö-men, dem Meer, und Wüsteneycn unterdrückter Völ-ker umgeben. Nachdem Alemannen und Thüringerüberwunden waren, saßen hinter ihnen keine Natio-nen , die Lust zu wandern hatten; den Sachsen undFriesen wußten sie ihre Lust dazu bald auf eine grim-mige Art zu benehmen. Von Rom und Konstanti-nopel lag das Reich der Franken gleichfalls glücklichentfernet. Denn hatten sie in Italien ihre Rolle zuspielen gehabt; wahrlich, die schlechten Sitten ihrerKönige, die Treulosigkeit ihrer Großen, die nachläs-sige Verfassung des Reichs, che die M-jores cko-rwus aufstanden, alles dies verbürgte ihnen kein bes-seres Schicksal, als würdigere Nationen, Gothenund Langobarden, darin gehabt haben.
2. Klodwig war der erste rechtgläu-bige König unter den Barbaren; dies halfihm mehr als alle Tugend. In welchen Kreis derHeiligen trat der erstgcborne Sohn der Kirche hiemitein! in eine Versammlung, deren Wirkung sich überdas ganze westliche Christen-Europa erstreckte. Gal-lien und das römische Germanien war voll von Bi-schöfen: längs dem Rhein hinab und an der Donausaßen sie in zierlicher.Ordnung: Mainz, Trier, Köln,Besancon, Worms, Speyer, Strasburg, Kostnitz,Metz, Toul, Verdun, Tongern, Lorch, Trident,Brixen, Basel, Chur u. f., alte Sitze des Christen-