der Geschichte der Menschheit. r3Z
wahrscheinlich ein blühendes gleich gestiftet, wennihnen nordwärts die stolzen und räuberischen Fragendazu Raum gcgönnct hatten. Nun aber war jeneKlotjlde, die Frankreich den christlichen Glaubenbrachte, zum Unglück eine burgundische Prinzessin,die, um einige Frcvelthaten ihres Hauses zu rachen,dasselbe mit ihren, väterlichen Reiche selbst stürzte (A3g.).Kaum hundert Jahre hatte dies gedauret, aus wel-cher Zeit uns die Gesetze der Burgunder nebst einigenSchlüffen ihrer Kirchenversammlungen noch übrigsind; vorzüglich aber haben sie durch Anbau desLandes am Genfersce und in den gallischen Provin-zen ihren Namen verewigt. Sic machten diese Ge-genden zu einem früheren Paradiese, als andre nochin wüster Wildnis; lagen. Gundebald, ihr Gesetzge-ber , ließ das zerstörte Genf wiederherstellen, dessenMauern über tausend Jahre eine Stadt beschirmet,die mehr als große Erdstrecken aus Europa gewirkthat. In denen von ihnen angcbaucken Gegendenhat mehr als Einmal sich der menschliche Geist ent-flammet und seine Phantasie gescharfet. Auch unterden Franken behielten die Burgunder ihre alte Ver-fassung; daher beym Verfall der Karolinger sie dieersten waren, die sich einen eigenen König wählten.Ueber zweyhundert Jahre dauerte dieser neue Staat,und ward andern Völkern, sich auch einzeln einzu-richten, ein nicht unheilsames Vorbild.
Es ist Zeit, von dem Reiche zu reden, das sovielen andern ein Ende gemacht hat, dem Reicheder Franken. Nach manchen vorhergcgangenen