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Ideen zur Philosophie
Kunstwerken und Kostbarkeiten, die ihm nur zumThcil das Meer raubte, mit einer Menge Gefange-ner, die er kaum irgend zu lassen wußte, mit einergeraubten Kaiserin und ihren bcyden Töchtern glück-lich und wohl in seinem Karthago ankam. Die äl-teste Kaisertochter, Eudoxia, vermahlte er seinemSohne; die andre mit ihrer Mutter schickte er zu-rück, und war übrigens ein so kluges, muthigcsUngeheuer, daß er werth war, ein Freund undBundsgenoß des großen Attila zu seyn, der von derLena in Asten an bis über den Rhein hin, dieWelt eroberte, besteuerte und schreckte. Billig gegenseine Unterworfenen, strenge in Sitten, enthaltsam,mäßig, nur im Verdacht oder im Zorn grausam,und immer thatig, immer wachsam und glücklichlebte Geiserich sein langes Leben aus, und hinterlicßseinen beyden Söhnen ein blühendes Reich, in wel-chem die Schatze des Occidents gesammlet waren(477). Sein letzter Wille gründete des Reichs gan-zes Schicksal. Dem zufolge sollte stets der Aeltesteseines gesammten Geschlechts regieren, weil dieser eSmit der größesten Erfahrung thun könnte; und ebendamit war der ewige Zank - und Mordapfel unterseine Abkömmlinge geworfen. Kein Aeltcster seinerFamilie war fortan des Lebens sicher, indem jederJüngere der Aelteste seyn wollte; so mordeten Brü-der und Vettern einander: jeder fürchtete, oder nei-dete den andern; und da der Geist des Stifters inkeinem seiner Nachkommen war, so versanken seineVandalen in alle Ueppigkcit und Trage des Afrika-nischen Erdstrichs. Ihr bleibendes Kriegslager, inwelchem sich alter Muth erhalten sollte, ward einLager des Spiels und der Wollust; und kaum nach