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114 Ideen zur Philosophie
Wcstgothische Reich (414s. Die schonen Stadt'Narbonne, Toulouse, Bourdeaux waren sein, undeinige seiner Nachfolger erstreckten ihr Gebiet in Gal-ten weiter. Weil ihnen aber liier die Franken zunahe, auch den arianischen Gothen die katholischenBischöfe des Landes feindlich und treulos waren: sowandten sich ihre Waffen siegreicher über die Py-renäen, und nach langen Kriegen mit Alanen, Sue-vcn und Vandalen, auch nach völliger Verdrängungder Römer aus dieser Wcltgegend ( 585 ), besaßen sieendlich die schöne Halbinsel Spaniens und Lusita-niens, nebst einem Theil des südlichen Galliensund der Afrikanischen Küste.
Vom Reich der Sueven in Spanien, wahrendseiner 178 Jahre (407 — 486) haben wir nichtszu sagen; nach einer Reihe von Plünderungen undUnglücksfällen ists Namenlos untergcgangen, undins Spanisch - Gothische Reich versunken. Merkwür-diger machten sich die Wcstgothen, sobald sie indiese Gegenden gelangten. Schon in Gallien, alsdie Residenz ihrer Könige noch in Toulouse war, ließErich ein Gesetzbuch verfassen, *) und sein Nach-folger Alarich aus Gesetzen und Schriften römischerRechtsgelehrtcN einen Codex Zusammentragen, der be-reits vor Justinian ( 5 o 6 ) gleichsam das erste barba-rische Lorpnas jurrs ward **). Es hat unter Meh-rern Deutschen Völkern, Burgundern, Angeln,Franken und Langobarden, als ein Auszug der rö-
*) kirlloci coäex legum WisiAotllor. ib/g.
*') Schüttings lurispruä. änis - sustininn. 683.LotlloU-eäi proles. 6 oä. INeollo!. L. 6. 7 .