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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
Seite
108
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Ideen zur Philosophie

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Gesetze ein schrecklicher Gegensatz gegen die alt-römi-sche Staatskunst; indessen gingen sic doch am Endedarauf hinaus, den schweren Scepker in einen sanf-tem Hirtcnstab, und das barbarische Herkommenheidnischer Nationen mehr und mehr in ein müderesChristenrecht zu verwandeln. Der mühsam emporge-kommene Lbcrlsirte zu Rom mußte sich wider Willendes Abendlandes mehr annehmcn, als Einer seinerMitbrüdcr in Ost und Westen es thun konnte; undwenn die Ausbreitung des Christenthums an sich einVerdienst ist, so hat Er sich dieses in hohem Gradeerworben. England und der größeste Theil vonDeutschland, die nordischen Königreiche, Pohlen,Ungarn, sind durch seine Gesandtschaften und An-stalten christliche Reiche; ja daß Europa nicht vonHunnen, Saraeenen, Tataren, Türken, Mongo-len vielleicht auf immer verschlungen worden, ist mitandern auch sein Werk. Wenn alle christlichen Kai-ser- Königs- Fürsten- Grafen- und Rittcrstammeihre Verdienste vorzeigen sollten, durch welche sieehemals zur Herrschaft der Völker gelangten: sodarf der dreygckrönte große Lame in Rom, auf denSchultern unkriegerischer Priester getragen, sie allemit dem heiligen Kreuz segnen und sagen:ohnemich wäret ihr nicht, was ihr seyd, worden." Auchdas gerettete Alterthum ist sein Werk, und Rom istwerlh, daß es ein stiller Tempel dieser gerettetenSchatze bleibe.

3. Im Abendlande hat sich also dieKirche so local gebildet, wie im Orient.Auch hier war ein lateinisches Aegypten, das christ-liche Afrika, in welchem wie dort manche afrikani-sche Lehren entstanden. Die harten Ausdrücke, die